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Vortrag

Präparation von Macroline® ohne die Verwendung von Kupferperlen - Ergebnisse von Präparationsversuchen unter Einbindung eines Gemeinschaftsversuches „Präparation von Macroline®“ des AK „Präparation“ der DGM

Friday (20.09.2019)
11:40 - 12:00 Uhr Saal Hamburg 1

Macroline®, ein Wolframschmelzkarbid (W2C/WC) mit einer Umhüllung aus WC, wird z.B. beim PTA- oder Laser-Auftragsschweißen zusammen mit einer metallischen Matrixlegierung verwendet und muss im Schichtsystem bestimmte Eigenschaften aufweisen, um den abrasiven Verschleißanforderungen gerecht zu werden. Die thermodynamisch stabilere WC-Phase der Randschicht bietet gegenüber dem reinen Wolframschmelzkarbid aus W2C/WC einen Schutz vor thermischen Belastungen bzw. ungewünschten Reaktionen mit der Matrixlegierung. Außerdem bietet es die Möglichkeit, dass vergleichsweise günstigere Fe-Basismatrices verwendet werden können. Für die Eigenschaft von Macroline® ist die Randschicht als Barriere außerordentlich wichtig. Die Randschicht muss nach der Präparation gut zu sehen sein, um das Ergebnis der Herstellung des Produkts in Form von „Schichtdicke“ beurteilen zu können. Frühere Alternativpräparationen hatten Spaltbildung zum Pulver. Das konnte das Abbrechen von der Randschicht bedeuten, wodurch eine Beurteilung des Macrolinisierens dann nicht mehr möglich war.

Um diese Randschichten gut darstellen und beurteilen zu können, wurde bisher das Macroline® mit Kupferpulver vermischt und verpresst, ein Kupferschmelzling erschmolzen und dann in Technovit eingebettet und präpariert. Da dieses Verfahren zeitaufwändig und umständlich ist, wurden nach Alternativen gesucht. Im Zeitraum vom November 2017 - Dezember 2018 wurde ein Gemeinschaftsversuch von 9 Firmen und Instituten durchgeführt, um eine mögliche randscharfe Präparation für Macroline® zu ermitteln. Die Teilnehmer präparierten das Probenmaterial nach den ihnen zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten. Nach erfolgter Präparation wurde Fotos bei festgelegten Vergrößerungen erstellt. Danach wurde die erfolgversprechende Präparationsvorschrift mit verschiedenen Einbettmaterialen nachpräpariert und auch Macroline®-Pulver mit verschiedenen Morphologien, gemäß dieser Präparationsvorschrift, präpariert.

Das Ergebniss dieses Versuchs zeigte, dass auf die Verwendung von Kupferperlen bei der Präparation und Beurteilung der WC-Schichtausbildung, bei Verwendung der neuen Präparationsvorschrift, verzichtet werden kann. Dadurch kann die Beurteilung von Macroline® schneller erfolgen.

Sprecher/Referent:
Wolfgang Motl
Höganäs Germany GmbH