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Quantifizierung des Austenitgefüges und von NbC-Ausscheidungen in niedriglegierten Stählen: Durch Metallographie und Widerstandsmessung zu neuen Antworten auf alte Fragestellungen.

Sonntag (01.01.2040)
00:00 - 14:38 Uhr Halle 2

Die Mikrostruktur von niedriglegierten Stählen bestimmt die finalen mechanischen Eigenschaften maßgeblich. Eine Verfeinerung der Austenitkorngröße führt zu einem wiederum feineren Ferritkorn, wodurch sowohl die Festigkeit als auch Zähigkeit gesteigert werden. Insbesondere kleinste Ausscheidungen aus den Mikrolegierungselementen Niob, Titan und Vanadium können Austenitkorngrenzen auch bei erhöhten Walztemperaturen festhalten und verhindern dadurch das Kornwachstum.

Bei der Stahlfertigung im industriellen Maßstab sind schnelle und statistisch abgesicherte Analyseverfahren für die Gefügeanalyse von übergeordneter Bedeutung. Durch die Messung des elektrischen Widerstands in einem speziellen Messaufbau kann die Abnahme gelöster Nb-Atome, d.h. Ausscheidung und/oder Segregation, im ppm-Bereich indirekt ermittelt werden. Gleichzeitig ermöglichen verbesserte Ätztechniken repräsentative quantitative Aussagen über die Austenitkorngrößenverteilung.

Der kombinierte Einsatz beider Methoden erlaubt eine präzise Aussage über die Mikrostrukturentwicklung während des simulierten Warmwalzens.

 

 

Sprecher/Referent:
Dr.-Ing. Dominik Britz
Material Engineering Center Saarland - MECS
Weitere Autoren/Referenten:
  • Jacinto Manuel Escaray
    Universität des Saarlandes
  • Johannes Webel
    Material Engineering Center Saarland - MECS
  • Prof. Dr. Frank Mücklich
    Universität des Saarlandes